Mundschluss
Der Mundschluss wird normalerweise durch die Zunge ermöglicht, die sich am Gaumen festsaugt und durch Druckverhältnisse den Unterkiefer stabilisiert.
Nasenatmung – die natürliche Atmung
Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Babys atmen durch die Nase, nicht durch den Mund. Der Mund ist ausschließlich ein Ernährungswerkzeug.
Warum Nasenatmung so wichtig ist
- • Natürlicher Zustand: Neugeborene atmen hundertprozentig durch die Nase
- • Mund geschlossen: Ermöglicht Unterdruck für normales Trinken
- • Lebenslang wichtig: Mundatmung ist eine "umgestellte" Atmung
- • Mundatmung durch Zivilisationseinflüsse ist schädlich
Störungen bei LKGN-Fehlbildungen
Bei Patienten mit dieser Erkrankung ist der luftdichte Verschluss gestört: Die physiologischen Druckverhältnisse sind bei LKGN-Fehlbildungen gestört, da der luftdichte Abschluss der Mundhöhle unterbleibt.
Die Ringmuskel-Systeme funktionieren nicht ordnungsgemäß, wodurch Muskelkräfte nach außen statt nach innen wirken.
Funktionelle Folgen
Beeinträchtigte Funktionen
Saugen, Kauen, Lautbildung und Schlucken sind gestört
Luftschlucken
Vermehrtes Luftschlucken, in schweren Fällen Sondenernährung erforderlich
Sprachliche Auswirkungen
Wichtig: Da Mund- und Nasenhöhlen nicht gegeneinander abgeschlossen werden können, gelangt der Stimmklang auch in die Nase und führt zu pathologischen Spracherscheinungen, bekannt als offenes Näseln (Rhinophonia aperta).
Ziele der Behandlung
Die Funktionstherapie arbeitet gezielt daran, einen guten Mundschluss zu erreichen:
Was erreicht werden soll
- • Gute Aktivität der Lippen
- • Nasenatmung statt Mundatmung
- • Unterdruck aufbauen können (für normales Trinken)
- • Grundlage für adäquate Sprechmuster
Behandlung von Mundschlussproblemen
Logopädische Therapie kann helfen, die Mundmotorik zu verbessern und die Sprachentwicklung zu fördern.
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